Herzlich willkommen beim Fleischerverband Hessen

 



Zum Jahreswechsel

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

2017 geht dem Ende zu und ich möchte dies wieder zum Anlass nehmen, meinen Dank zu sagen und eine kurze Rückschau zu halten. Bedanken möchte ich mich im Namen des Vorstandes aber auch ganz persönlich bei Allen, die unsere Arbeit für das Fleischerhandwerk in Hessen begleitet und unterstützt haben.

Das Besondere bei uns Hessen sind die konstruktive Arbeit im Gesamtvorstand und in den Fachausschüssen und die Einmütigkeit, mit der die Entscheidungen dann von allen mitgetragen werden. Der ausgeprägte Zusammenhalt und hohe Grundkonsens wird auch daran deutlich, dass beim diesjährigen Landesverbandstag fast neunzig Prozent aller hessischen Mitgliedsbetriebe durch ihre Obermeister oder gewählten Vertreter repräsentiert waren. Das stärkt unserer Arbeit den Rücken und darauf bin ich sehr stolz. Mit großer Freude verfolge ich auch die vielfältigen Aktivitäten in den Innungen, im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Schaffung zukunftsfähiger Organisationsstrukturen. Es ist Bewegung im Fleischerverband Hessen und der Blick geht nach vorn.

Im Rückblick war 2017 für uns in unseren Betrieben wieder ein sehr arbeitsintensives Jahr. Wir hatten alle Hände voll zu tun im täglichen Ringen um zufriedene Kunden, um motivierte Mitarbeiter, um neue Auszubildende und geeignete Fachkräfte und gegen immer neue bürokratische Anforderungen und Auflagen. Ob Waagen- und Kassensysteme, die der neuen Richtlinie entsprechen, oder Arbeitszeitdokumentation nach dem Mindestlohngesetz, jeder hatte seinen eigenen Kampf auszufechten und unter dem Strich waren die meisten von uns dabei recht erfolgreich.

Auch an unserem Landesverband schien das Jahr nur so vorübergeflogen zu sein. Wir haben in unseren Rundschreiben an alle Innungsbetriebe ausführlich über die aus unserer Sicht wichtigsten Dinge informiert und bei der Lektüre von „Hessen – aktuell“ ist man in der Rückschau dann doch überrascht, was alles passiert ist.

Hervorzuheben aus der Vielzahl der Ereignisse ist der neue Tarifvertrag, den wir nach über einjähriger Pause für unsere Mitgliedsbetriebe abschließen konnten. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft waren zäh, der zweijährige, maßvolle Abschluss passt aber gut in die Tariflandschaft und gibt allen Planungssicherheit.

Zu erwähnen ist aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der wieder sehr gelungene Auftritt des LIV Hessen beim Sommerfest der Hessischen Landesregierung in der Berliner Vertretung. Es war unser achter Einsatz dort und er hat unseren Berufsstand bei der Bundeskanzlerin, dem Ministerpräsidenten, den vielen hochkarätigen Gästen aus Landes- und Bundespolitik und den vielen Medienvertretern wieder einmal ins rechte Licht gerückt. Es war ein Sympathieerfolg, der sich für uns bei späteren Gesprächen und Verhandlungen auszahlen wird. In diesem Zusammenhang sind auch die spektakuläre Aktion der Fleischerinnungen in Nordhessen mit ihrer „Märchenhaften Bratwurst“ zur Jubiläumsfeier des Kasseler Herkules zu nennen und das viel beachtete Interview über die zentrale Rolle des Fleischerhandwerks bei der Regionalvermarktung in Stern-TV.

Ein Bild der Geschlossenheit mit reichlich Diskussionen, kollegialem Austausch und einvernehmlichen Abstimmungen hat unser diesjähriger hessischer Fleischerverbandstag in Hüttenberg geboten. Neben der Vorstellung einer soliden Haushaltslage und der umfangreichen bundesweiten Gemeinschaftswerbung ging es da auch schon um die möglichen Auswirkungen der Initiativen des neuen Präsidiums des DFV für unseren Landesverband. Tatsächlich beschlossen wurden dann in Potsdam auch die Aufstockung und finanzielle Absicherung der Gemeinschaftswerbung, auf die wir uns bei unseren Planungen bereits eingestellt hatten, sowie die künftig mögliche Direktmitgliedschaft einzelner Betriebe beim DFV. Beides fällt in mein Ressort als Vizepräsident des DFV und ich freue mich über diese von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit gefassten Beschlüsse.

Nachhaltige Konsequenzen wird für uns als Landesverband vor allem der einhellige Beschluss zur Bildung einer Nationalmannschaft der Fleischerjugend sein. Damit verbunden ist ein neues Regelwerk, das sich allein auf die Ausbildung im Fleischerhandwerk konzentriert und losgelöst ist von den Vorgaben der Handwerkskammern und des ZDH für die Landesleistungswettbewerbe und den Bundesleistungswettbewerb. Unser Berufsbildungsausschuss hat dazu bereits erste Überlegungen angestellt und damit werden wir uns 2018 noch intensiv auseinandersetzen müssen.

Ein ganz wichtiges Thema, das uns im kommenden Jahr noch intensiv beschäftigen wird, ist die hessische Freiwillige Selbstkontrolle. Erste Schritte sind mit dem Angebot des neuen Systems und der Laboruntersuchung am Institut in Aachen bereits eingeleitet worden. 2018 geht es vor allem um die klare Trennung von verpflichtender betrieblicher Eigenkontrolle und der traditionellen Qualitätsprüfung. Die neue Qualitätsprüfung soll künftig im Rahmen von zwei großen hessischen Regionalveranstaltungen deutlich aufgewertet und als Marketing-Instrument für die teilnehmenden Betriebe und das hessische Fleischerhandwerk in Zukunft besser nutzbar gemacht werden. Alle Innungsbetriebe erhalten dazu detaillierte schriftliche Informationen.

Die Weichen auf Zukunft gestellt haben die Innungen Gießen und Marburg mit der Wahl ihrer neuen Obermeister und die Innungen Wetzlar und Dillenburg, mit der Bildung der neuen, das gesamte Kreisgebiet umfassenden Fleischerinnung Lahn-Dill. Die Innung Groß-Gerau hat sich aufgelöst und die dortigen Betriebe werden ab kommendem Jahr als Einzelmitglieder dem Landesverband Hessen beitreten. Mit der Bildung der Großinnung Frankfurt-Darmstadt-Offenbach ist zu einem frühen Zeitpunkt ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt worden, seit dem geht der Prozess zur Bildung zukunftsorientierter Einheiten im hessischen Fleischerhandwerk stetig voran.

Der kurze und nur unvollständige Abriss macht die große Bandbreite der Themen und Aktivitäten im Landesverband Hessen deutlich. Wir sind stolz auf das Geleistete und freuen uns auf die Aufgaben und Herausforderungen, die 2018 auf uns zukommen. 

Ich wünsche Ihnen zum Jahresende hin noch gute Geschäfte. Zuvor wünsche ich Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein gesegnetes Weihnachtsfest und die verdiente Zeit zur Entspannung und Besinnung. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen viele glückliche Momente, vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg.

 

Ihr

Eckhart Neun

Landesinnungsmeister